Freitag, 8.
November 2019
Bern (BERNEXPO)

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Digitale Gesundheit, sind wir bereit für einen Paradigmenwechsel?

Das forumofac.19 hat am vergangenen 8. November in BernExpo rund 400 Teilnehmende (Mitglieder der Genossenschaft, Kunden und Partner) angezogen. Die 14. Ausgabe bot einen Blick auf den Stand der Dinge bezüglich digitale Gesundheit (Sind wir bereit für einen Paradigmenwechsel?). Diese Veranstaltung war für Ofac ein wichtiges Datum, nämlich jenes der Lancierung ihrer Gesundheitsplattform Abilis, die sich an Gesundheitsfachpersonen wie auch an die breite Öffentlichkeit richtet. Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, "Live-Demos" der Gesundheitsplattform Abilis mitzuverfolgen.
Dieser Tag fand seinen Abschluss mit dem traditionellen und geselligen Ofac-Mitgliederabend.

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Vorträge

Wenige Monate vor seiner Einführung, wie steht es mit dem elektronischen Patientendossier (EPD)?

img_medaillon-adrian-schmid.pngAdrian Schmid
Generalsekretär von eHealth Schweiz

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Das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG), das im April 2017 in Kraft getreten ist, besagt, dass alle Spitäler innerhalb von 3 Jahren mit dem EPD arbeiten müssen. Also grundsätzlich können die ersten EPDs für Patienten im April 2020 eröffnet werden. Wie steht es mit dem EPD ein paar Monate vor seiner Einführung?

Adrian Schmid ist der Generalsekretär von eHealth Schweiz, vom Bund und den Kantonen gegründetes Kompetenz- und Koordinationszentrum, um die Entwicklung von Gesundheitsapps und insbesondere des EPDs zu begleiten. Er wird Sie über den aktuellen Stand der Dinge informieren.

 

 

img_adrian-schmid_120x150.jpgAdrian Schmid
Generalsekretär von eHealth Schweiz

Adrian Schmid hat eine pädagogische Ausbildung und besetzt über mehrere Jahre die Stelle des Redaktors bei verschiedenen Schweizer Medien (Rubrik Gesundheitspolitik). Danach führt er in der Funktion des Projektleiters beim Bundesamt für Gesundheit die ersten Arbeiten für die eHealth-Strategie Schweiz aus, insbesondere das Kompetenz- und Koordinationszentrum von Bund und Kantonen. 2008 übernimmt er dessen Führung.

Landesweites eHealth-Netz in Dänemark: Beispiel einer erfolgreichen Umsetzung.

img_medaillon-lars-hulbaek.pngLars Hulbaek
CEO von MedCom, Odense (DK)

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MedCom ist eine nicht gewinnorientierte Gesellschaft, die dem dänischen Gesundheitsministerium gehört. Ihre Aufgabe ist es, zur Entwicklung, den Tests, der Verbreitung und der Qualitätssicherung der elektronischen Kommunikation im Gesundheitssektor beizutragen, um eine ausgezeichnete Kontinuität der Versorgung sicherzustellen.

Wenige Monate vor der Einführung des elektronischen Patientendossiers in der Schweiz schien es uns interessant und inspirierend, einen Blick auf das Projekt des dänischen Cybergesundheitsnetzwerks zu werfen: The Danish Healthcare Data Network.

 

 

img_lars-hulbaek_120x150.jpgLars Hulbaek
CEO de MedCom, Odense (DK)

Lars Hulbaek wurde 1968 geboren und schloss 1992 seinen Master in Wirtschaft an der Süddänischen Universität ab. Seit 1997 ist er bei der Firma Medcom – the Danish Healthcare Data Network – angestellt, und wird 2014 deren CEO. Er entwickelt die Telemedizin sowie den Datenaustausch zwischen Allgemeinärzten, Spitälern, Labors und Gemeinden auf nationaler Ebene. Er ist Mitglied zahlreicher nationaler Komitees und Arbeitsgruppen zum Thema eHealth in Dänemark.

Nähe Patienten–Apotheker, die Vorteile der Gesundheitsplattform Abilis

img_medaillon-mario-magada.pngDr. Mario Magada
Generaldirektor der Ofac-Gruppe

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Anlässlich des forumofac.19 startet Ofac mit Abilis. Es ist die ideale Gelegenheit, den Teilnehmenden dieses originelle Konzept vorzustellen. Abilis umfasst zwei verschiedene, sich ergänzende Etappen:

  1. Eine digitale Gesundheitsplattform, die eine neue Form von Beziehung zwischen den ApothekerInnen und ihren Patienten schafft. Sie bietet ein B2B-Portal für eine 360°-Sicht auf die Patienten sowie ein B2C-Portal als App.
     
  2. Den Zugang zum elektronischen Patientendossier (EPD), gemäss geltendem Bundesgesetz. Ihr Zugang erfolgt mittels einer Mitgliedschaft Ihrer Apotheke bei der nationalen Stammgemeinschaft Abilis AG, von der pharmaSuisse Partner ist. Ab seiner Einführung im Frühling 2020 wird das EPD in die Plattform Abilis integriert.

 

 

img_mario-magada_120x150.jpgDr Mario Magada
Generaldirektor der Ofac-Gruppe

Mario Magada wurde 1961 geboren und schloss an der Universität Lausanne ein eidgenössisches Apothekerdiplom ab. 1989 erwarb er seinen Doktortitel an der Fakultät für Pharmazeutische Wissenschaften für die Entwicklung eines Screeningtests in der Ophtalmologie für die Pharmaindustrie. Parallel dazu arbeitete er in der Apotheke und machte mehrere Praktika in der Industrie. Er stiess als Projektleiter zu Ofac, wurde 1990 Direktor der Marketingabteilung und im November 2013 zum Generaldirektor ernannt.

Der digitale Wandel im Dienste der Versicherten

img_medaillon-urs-zellweger.pngUrs Zellweger
Business Engineer Helsana

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Der digitale Wandel steht auch im Mittelpunkt der Strategie der Versicherungsunternehmen, insbesondere im Rahmen ihrer Beziehungen zu den Versicherten. Für die Helsana Gruppe, erster Kranken- und Unfallversicherer der Schweiz, äussert sich dies insbesondere durch rund um die Uhr verfügbare Dienste in Form von Apps, mit denen ihre Versicherten Rechnungen digitalisieren, Treuepunkte sammeln, mehr Aktivitäten im Freien unternehmen können usw.

Einige dieser neuen Instrumente, die den Versicherungsnehmern das Leben erleichtern und sie binden sollen, wurden zwar vom BAG genehmigt, führten aber bei politischen Vertretern oder Leitern von Konsumentenschutzverbänden manchmal zu Zähneknirschen. Was soll man davon halten?

 

 

img_urs-zellweger_120x150.jpgUrs Zellweger
Business Engineer Helsana

Urs Zellweger begann seine Karriere nach dem IT-Ingenieur-Studium bei Accenture, einem auf Strategie und Beratung spezialisierten Unternehmen. Er war dort als Berater in den Bereichen Telekommunikation, Börse, Banken und Versicherungen für internationale Kunden tätig. Im Jahr 2006 wurde er nach 10 Jahren als Berater als Business Engineer bei der Helsana Versicherungen AG angestellt. Seit 2015 ist er dort zudem für die Kundenprozesse und -systeme verantwortlich.

Rolle der pflegenden Angehörigen beim Erfolg von Behandlungen

img_medaillon-andreas-bircher.pngAndreas Bircher
Vorstand der IGAB (Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung)

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Im vergangenen Mai gründeten rund zwanzig Gesundheitsverbände und -ligen den ersten Dachverband zur Verteidigung der Interessen von pflegenden Angehörigen auf nationaler Ebene, die IGAB.

Viele Menschen mit chronischen Krankheiten (in der Schweiz mehr als 2,2 Millionen) werden von einem Angehörigen unterstützt, der ihnen Zeit und Energie schenkt. Der Angehörige spielt eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche medikamentöse Behandlung, insbesondere für diejenigen Patienten, die gesundheitlich und in ihrer Autonomie am stärksten eingeschränkt sind. Er ist ein Verbündeter für den Leistungserbringer, der mit ihm ein Vertrauensverhältnis aufbauen muss. Was könnte getan werden, um diese Beziehung zu verbessern? Inwiefern werden pflegende Angehörige in den verschiedenen digitalen Gesundheitstools, die derzeit entwickelt werden, berücksichtigt?

 

 

img_andreas-bircher-120x150.jpgAndreas Bircher
Vorstand der IGAB (Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung)

Andreas Bircher hat Jahrgang 1957, studierte Theologie und Non-Profit-Management. Er begann seine Karriere als Pfarrer in einer Pfarrgemeinde. Danach übernahm er die Leitung der Jugend des Schweizerischen Roten Kreuzes. Seit 2001 leitet er den Hilfsdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes. Er ist ehrenamtlich als Vizepräsident von forum.freiwilligenarbeit.ch und von Benevol Schweiz tätig. Heute ist er Vorstandsmitglied der IGAB (Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung).

Muss man sich Sorgen machen über die neuen Akteure in unserem Gesundheitssystem?

img_medaillon-xavier-comtesse.pngXavier Comtesse
Health@Large

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Vor dem Hintergrund steigender Kosten und immer höherer Prämien für die Versicherten werden die historischen Akteure des Schweizer Gesundheitswesens vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Gesundheit zunehmend im Wettbewerb mit Technologieunternehmen wie GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) oder Supermärkten (Wallgreen, Migros, Coop, usw.) stehen.  Diese Grossunternehmen, die neu im Gesundheitswesen sind, entwickeln ehrgeizige internationale oder nationale Entwicklungsstrategien, um sich einen neuen Marktanteil im Gesundheitssektor zu sichern.

Sollte uns das Sorgen bereiten? Ist diese Geschäftsstrategie mit der Qualität der Versorgung vereinbar? Ist die Einhaltung der schweizerischen und europäischen Normen, insbesondere im wissenschaftlichen Bereich und im Bereich der sicheren Verarbeitung sensibler personenbezogener Daten, gewährleistet?

 

 

img_xavier-comtesse_120x150.jpgXavier Comtesse
Health@Large

Der 1949 geborene Xavier Comtesse hat einen Abschluss in Mathematik und einen Doktortitel in Informatik. Er begann seine Karriere im wissenschaftlichen Bereich. Visionär und innovativ ging er schnell einen ganz anderen Weg, indem er in Genf mehrere Start-ups im Bereich der Kommunikation gründete. Einige Jahre später trat er in die Welt der Diplomatie ein, wo er zuerst für den Bund und dann in den Vereinigten Staaten arbeitete. Im Jahr 2002 wird er zum Direktor des Westschweizer Think Tanks Avenir Suisse ernannt, wo er für rund zehn Jahre tätig ist. Im Jahr 2017 veröffentlichte er das Buch «Santé 4.0: le tsunami du numérique» (Gesundheit 4.0: Der Tsunami der Digitalisierung).

Verleihung der Ofac Pharmacy Awards 2019

Den GewinnerInnen des Ofac Pharmacy Awards 2019 wird ihr Preis auf der Bühne überreicht. Der/die Gewinner/in des ersten Preises dieser vierten Ausgabe erhält die Gelegenheit, den Teilnehmenden des forumofac seine/ihre preisgekrönte Masterarbeit kurz zu präsentieren.

Ofac engagiert sich für Nachwuchsapotheker und organisiert seit 2016 jedes Jahr die Ofac Pharmacy Awards. Dieser Preis, der den Pharmaziestudierenden der Universitäten Zürich, Basel und Genf offensteht, zeichnet die beste Masterarbeit des Jahres aus, die sich durch einen innovativen und originellen Beitrag zu einem Thema der praktischen Pharmazie auszeichnet. Die Gewinner erhalten einen Geldbetrag und haben die Möglichkeit, innerhalb der Ofac-Gruppe ein 6-monatiges Praktikum zu absolvieren, um zur Entwicklung der Werkzeuge, die der Beruf morgen braucht, beizutragen.

MAKING IT HAPPEN

img_medaillon-dominique-gisin.pngVortrag von Dominique Gisin, Abfahrts-Olympiasiegerin bei den Winterspielen 2014 in Sotschi.

«Seit meiner Goldmedaille in Sotschi wurde ich immer wieder angefragt, über meine Karriere mit ihren Höhen und Tiefen vom Beginn bis zu meinem Olympiasieg zu sprechen.

So entschied ich mich, eine Multimedia-Präsentation mit Dr. Christian Marcolli, meinem langjährigen Sportpsychologen, mit dem ich meine mentale Stärke entwickelt habe, anzubieten. Diese Präsentation gibt Ihnen einen Einblick in den grossen weissen Zirkus, den Elitesport und natürlich in meinen eigenen Werdegang bis zum Olympischen Gold.

Neben meiner eigenen Geschichte (mit vielen Fotos, Videos und Anekdoten) zeigt die Präsentation auch Parallelen zu anderen Bereichen auf, in denen Spitzenleistungen gefragt sind, sei es im Sport, im Berufsleben oder in unserem Alltag. Ich hoffe, ich kann Sie inspirieren, Ihren eigenen Weg mit grosser Ausdauer und Entschlossenheit zu gehen. Ich freue mich, meine Geschichte mit Ihnen zu teilen.»

Dominique Gisin

img_dominique-gisin_120x150.jpgDominique Gisin, Abfahrts-Olympiasiegerin bei den Winterspielen 2014 in Sotschi.

Dominique Gisin wurde am 4. Juni 1985 in Visp geboren und ist eine Schweizer Alpinskifahrerin. Bereits im Alter von eineinhalb Jahren träumte sie als Kind davon, eine professionelle Skifahrerin zu werden. Als Mitglied der Schweizer Skinationalmannschaft reihte Sie während 8 Jahren Abfahrten, Wettkämpfe aber auch Verletzungen aneinander. Mut, Talent und Ausdauer haben es ihr dennoch ermöglicht, bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi Abfahrtsolympiasiegerin zu werden. Im Jahr 2015 gab sie ihren Rücktritt vom Wettbewerb bekannt und widmete sich ihrem Physikstudium an der ETH Zürich, wo sie im September 2018 ihren Bachelorabschluss erhielt. Dominique Gisin arbeitet seit Oktober 2018 als Delegierte des Stiftungsrates der Schweizer Sporthilfe.

Moderation des forumofac.19

img_medaillon-anja-wyden-guelpa.pngAnja Wyden Guelpa

img_anja-wyden-guelpa_120x150.jpgAnja Wyden Guelpa

Anja Wyden Guelpa, geboren 1973, ist eine Schweizer Politikwissenschaftlerin. Nach dem Studium der Politikwissenschaften und Public Management begann sie ihre Karriere beim SECO als Projektleiterin und wurde dann Beraterin bei IBM. Im Jahr 2009 wurde sie zur Staatskanzlerin des Kantons Genf gewählt, ein Mandat, das einmal verlängert wird. 2018 kündigte sie an, eine andere Richtung einschlagen zu wollen und startete ein unternehmerisches Projekt: die Gründung von CivicLab, einem Think Tank und Do-Tank. Ende des Jahres wurde sie Mitglied des Verwaltungsrates von Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung.